Umschuldung – Finanzieller Freiraum durch Umschuldungskredite

Auch ein interessantes Feld in Sachen persönlicher Finanzierung: Die Umschuldung

Beginnen wir bei diesem Thema doch einmal an anderer Stelle: Was tun, wenn man bisher noch gar nicht über einen Umschuldungskredit nachgedacht hat, sondern beim schlichten ‚Ertragen‘ des alten Umstandes einer finanziellen Belastung verharrte? Ja, dann, und zwar genau dann könnte es an der Zeit sein, dass Sie sich dazu informieren sollten. Dafür gibt es im Wesentlichen folgende Methoden: Der Klassiker – ein Gang zur Hausbank und nach einer solchen Möglichkeit fragen. Zweitens, und zeitgemäßer: Die Konsultation des Internets zum Thema Umschuldung sowie ein vorheriges Hinzuziehen von Verbraucherforen oder gar der örtlichen Schuldnerberatung. In der Summe sollte sich dann für Sie so ein äußerst ausgewogenes Entscheidungsergebnis erzielen lassen.

Für welche Bereiche kommt eine Umschuldung in Frage?

Wenn Sie also diese Schritte in Erwägung ziehen, könnte der Umschuldungskredit als Thematik im Raume stehen. Bleibt aber trotzdem die Frage nach dem, wofür genau? Dazu brauchen wir nicht allzu weit abzuschweifen. Betrachten Sie den Kauf einer Immobilie: Nahezu jeder ‚Häuslebauer‘ oder Immobilienversierte wird eine derartige Anschaffung nicht ohne entsprechende Kredite finanziert haben. Auf diese Weise wurden sicherlich seitens der Banken für eine gewisse Zeit bei damaligem Vertragsabschluss geltende Zinssätze garantiert.

In der Regel sind dies zehn Jahre - eine längere Zinsbindung ist zwar möglich, doch können Darlehensnehmer nach einer gewissen, vertraglichen Periode grundsätzlich um eine Anschlussfinanzierung ersuchen.
Aber auch Kreditnehmer, deren Zinsbindung in den nächsten Monaten ausläuft, haben die Möglichkeit, angesichts anderer Angebote für Immobilienkredite eine Umschuldung in der  Baufinanzierung vorzunehmen. Möglich ist das durch Abschluss eines so genannten Forward-Darlehens.

Das Forward-Darlehen in Sachen Baufinanzierung

Das Darlehen wird quasi vor die neue Finanzierung vorgeschaltet und der Anspruchsnehmer sichert sich dadurch den bei Abschluss des Forward-Darlehens geltenden Zinssatz für seine Anschlussfinanzierung. Dieses Vorgehen ist nicht unüblich, allerdings auch nicht ohne Risiko. Denn niemand kann seriös vorhersagen, ob die Zinsen zu Beginn der Anschlussfinanzierung tatsächlich höher sind als bei Abschluss des Forward-Darlehens, das im Übrigen auch nicht umsonst ist, sondern bis zu einem halben Prozent zusätzlich kosten kann.

Doch sollten Sie bitte für sich persönlich Nachrechnen und Abwägen:

Insofern muss dieser Aufschlag in die Anschlussfinanzierung mit eingerechnet werden. Oder anders ausgedrückt: Ein Forward-Darlehen lohnt sich nur dann, wenn zu Beginn der Anschlussfinanzierung der reguläre Zinssatz höher ist als bei Abschluss des Forward-Darlehens. Wer allerdings termingerecht eine Umschuldung plant, der ist z.B. nicht an seine bisherige Bank gebunden. Mit Auslaufen der Verträge kann auch die Geschäftsbeziehung zur Bank enden, wenn ein anderes Institut bessere Konditionen bietet. Nicht selten wenden sich Immobilienbesitzer dann an Online-Anbieter, die in der Regel günstigere Zinsen haben. Und wenn es tatsächlich nur um eine klassische Umschuldung handelt, bei der z.B. mehrere einzelne Kreditverträge zu einem Vertrag gebündelt werden, sind solche Anbieter ganz sicher nicht die schlechteste Wahl.